Genesis 17,1–22
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Gottes Bund mit Abraham
171Als Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm Jahwe und sagte: „Ich bin El-Schaddai, ‚Gott, der Allmächtige‘, geh deinen Weg vor mir und halte dich ganz an mich! 2Ich schließe meinen Bund mit dir und werde dir unermesslich viele Nachkommen geben.“ 3Da warf sich Abram vor Gott nieder, das Gesicht auf dem Boden. Gott sagte weiter zu ihm: 4„Pass auf! Mein Bund sieht so aus: Du wirst zum Vater vieler Völker werden. 5Deshalb sollst du auch nicht mehr Abram1 heißen, sondern Abraham2! Denn ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt. 6Ich werde dich überaus fruchtbar machen, sodass deine Nachkommen zu ganzen Völkern werden. Selbst Könige werden von dir abstammen. 7Ich schließe meinen Bund mit dir und deinen Nachkommen durch alle Generationen hindurch. Es ist ein ewiger Bund, denn ich will dein und deiner Nachkommen Gott sein. 8Ich werde euch das ganze Land Kanaan geben, in dem du jetzt als Fremder lebst. Es wird deinen Nachkommen für immer gehören. Und ich werde ihr Gott sein.“
9Weiter sagte Gott: „Doch du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen, durch alle Generationen hindurch! 10Eure Verpflichtung mir gegenüber besteht darin, dass ihr jeden Mann und jeden eurer männlichen Nachkommen beschneiden müsst. 11Bei allen müsst ihr die Vorhaut am Geschlechtsteil entfernen. Das ist das Zeichen für den Bund zwischen mir und euch. 12Am achten Tag muss jedes männliche Neugeborene beschnitten werden. Das gilt auch für die Sklaven, die bei euch geboren werden oder die ihr von Fremden kauft, auch dann, wenn sie nicht zu deiner Nachkommenschaft gehören. 13Sie müssen unbedingt beschnitten werden! Ihr sollt das Zeichen meines Bundes am Körper tragen, denn mein Bund gilt für alle Zeit. 14Ein Unbeschnittener, ein Mann, bei dem die Vorhaut nicht entfernt wurde, muss von seinem Stammesverband beseitigt5 werden. Er hat meinen Bund gebrochen.“
15Dann sagte Gott zu Abraham: „Sarai, deine Frau, sollst du nicht mehr Sarai nennen. Von jetzt an soll sie Sara heißen6. 16Ich werde sie segnen und dir einen Sohn von ihr schenken. Ich segne sie so, dass sie die Mutter ganzer Völker wird, selbst Könige werden von ihr stammen.“ 17Da warf sich Abraham vor Gott nieder, das Gesicht auf dem Boden, und lachte. Er dachte: „Einem Hundertjährigen soll noch ‹ein Sohn› geboren werden, und eine Neunzigjährige soll noch ‹ein Kind› bekommen?“ 18Dann sagte er zu Gott: „Wenn nur Ismaël vor dir leben kann!“ 19Aber Gott sagte: „Nein, deine Frau Sara wird dir einen Sohn gebären, den du Isaak, ‚Lacher‘, nennen sollst. Mit ihm und seinen Nachkommen richte ich meinen Bund für alle Zeiten auf. 20Doch auch wegen Ismaël habe ich dich erhört. Ich werde ihn segnen und fruchtbar machen, und er wird sehr viele Nachkommen haben. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich mache ihn zum Vater eines großen Volkes. 21Aber meinen Bund richte ich mit Isaak auf, den Sara dir im nächsten Jahr um diese Zeit schenken wird.“ 22Als Gott das Gespräch mit Abraham beendet hatte, fuhr er wieder zum Himmel hinauf.
Fußnoten
- 1Abram von abiram: „(Mein) Vater ist erhaben.“ Das meint möglicherweise Gott.
- 2Abraham von ab-hamon: „Vater einer Menge.“ Gottes Verheißung für Abraham.
- 5beseitigt. Entweder durch Verbannung oder Tod.
- 6Sarai bedeutet „meine Fürstliche“, Sara „Fürstin“ oder „Prinzessin“, denn von ihr würden Könige abstammen.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden