Logos Bible Study

Genesis 35–36

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Jakob in Bethel

351Gott sagte zu Jakob: „Zieh nach Bet-El hinauf, lass dich dort nieder und baue einen Altar für den Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau geflohen bist.“ 2Da befahl Jakob seiner ganzen Familie und allen, die bei ihm waren: „Schafft die fremden Götter weg, die ihr noch habt! Reinigt euch und zieht frische Sachen an! 3Wir werden nach Bet-El hinaufziehen, und ich werde dort einen Altar bauen für den Gott, der mich in meiner Not erhört hat und mir auf meinem ganzen Weg zur Seite stand.“ 4Da gaben sie Jakob ihre Götterfiguren und ihre Ohrringe1, und er vergrub sie unter der Terebinthe bei Sichem. 5Dann brachen sie auf. Niemand wagte es, sie zu verfolgen, denn auf den umliegenden Städten lag ein Schrecken Gottes. 6So kam Jakob mit seinen Leuten nach Lus im Land Kanaan, das jetzt Bet-El heißt. 7Dort baute er einen Altar und nannte die Opferstätte El-Bet-El2, denn hier war ihm Gott erschienen, als er vor seinem Bruder Esau floh.

8Während sie dort waren, starb Debora, die Amme Rebekkas. Sie begruben sie unterhalb von Bet-El unter der Steineiche, die davon den Namen Allon Bachut, Klageeiche, erhielt.

9Da erschien Gott Jakob und segnete ihn. Es war das zweite Mal seit seiner Rückkehr aus Mesopotamien. 10Gott sagte: „Du heißt Jakob. Doch von jetzt an sollst du nicht mehr Jakob, sondern Israel genannt werden!“ So gab er ihm den Namen Israel. 11Weiter sagte Gott zu ihm: „Ich bin El-Schaddai, der allmächtige Gott. Sei fruchtbar und vermehre dich! Ein Volk, ja eine Schar von Völkern wird von dir abstammen, selbst Könige werden unter deinen direkten Nachkommen sein. 12Das Land, das ich Abraham und Isaak zugesprochen habe, werde ich dir und deinen Nachkommen geben.“ 13Als Gott das Gespräch mit ihm beendet hatte, fuhr er von diesem Ort wieder in den Himmel auf. 14Jakob stellte einen Gedenkstein dorthin, wo Gott mit ihm geredet hatte. Er goss ein Trankopfer darüber und salbte ihn mit Öl. 15Die Stelle, wo Gott mit ihm geredet hatte, nannte er Bet-El, Haus Gottes.

Die schwere Geburt Benjamins

16Dann brachen sie wieder von Bet-El auf. Als sie nur noch ein Stück von Efrata entfernt waren, setzten die Wehen bei Rahel ein. Sie hatte eine sehr schwere Geburt. 17Als ihr die Geburt so schwer wurde, sagte die Hebamme zu ihr: „Hab keine Angst, es wird wieder ein Sohn!“ 18Aber Rahel spürte, dass ihr das Leben entwich und sie sterben würde. Da nannte sie ihn Ben-Oni, Sohn meiner Totenklage. Sein Vater aber nannte ihn Ben-Jamin, Sohn meines Glücks. 19So starb Rahel und wurde dort am Weg nach Efrata begraben, das jetzt Bethlehem heißt. 20Jakob errichtete einen Gedenkstein auf ihrem Grab, der noch heute als Grabmal Rahels dort steht.

Jakobs Söhne

21Dann zog Israel weiter und schlug seine Zelte jenseits von Migdal-Eder3 auf. 22Dort geschah es, dass Ruben mit Bilha, der Nebenfrau seines Vaters, schlief. Und Israel erfuhr davon.

Jakob hatte zwölf Söhne. 23Die Söhne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Issachar und Sebulon. 24Die Söhne Rahels: Josef und Benjamin. 25Die Söhne Bilhas, Rahels Dienerin: Dan und Naftali. 26Die Söhne Silpas, Leas Dienerin: Gad und Ascher. Alle wurden noch in Mesopotamien geboren.

Isaaks Tod

27Jakob kam dann zu seinem Vater Isaak nach Mamre bei Kirjat-Arba, das jetzt Hebron heißt. Dort hatten Abraham und Isaak sich niedergelassen. 28Isaak wurde 180 Jahre alt. 29Er starb nach einem langen und erfüllten Leben und wurde im Tod mit seinen Stammesgenossen vereint. Seine beiden Söhne Esau und Jakob begruben ihn.

Esaus Nachkommen

361Es folgt das Verzeichnis der Nachkommen Esaus, der auch Edom heißt. 2Esau hatte Frauen aus dem Land Kanaan geheiratet. Es waren Ada, die Tochter des Hetiters Elon, Oholibama, eine Tochter Anas und Enkelin des Hiwiters Zibon, 3und Basemat. Das war eine Tochter Ismaëls und die Schwester von Nebajot. 4Ada gebar Elifas, Basemat gebar Reguël, 5und Oholibama gebar Jëusch, Jalam und Korach. Diese Söhne wurden Esau im Land Kanaan geboren.

6Aber dann hatte Esau das Land verlassen. Seine Frauen, seine Söhne und Töchter und alle seine Leute nahm er mit, seine Herden und den ganzen Besitz, den er im Land Kanaan erworben hatte. Er war von seinem Bruder Jakob weg in ein anderes Land gezogen.2 7Ihr Besitz war nämlich zu groß, um beieinander zu wohnen, denn im Land ihrer Fremdlingschaft gab es nicht genügend Weiden für ihr Vieh. 8So hatte sich Esau, das heißt Edom, im Bergland von Seïr3 niedergelassen.

9Es folgt das Verzeichnis der Nachkommen Esaus, des Stammvaters der Edomiter, die im Gebirge Seïr leben. 10Die Namen der Söhne Esaus waren: Elifas, Sohn der Ada, und Reguël, Sohn der Basemat. 11Elifas wurde der Vater von Teman, Omar, Zefo, Gatam und Kenas. 12Von seiner Nebenfrau Timna hatte Elifas noch Amalek. Sie alle stammen von Esaus Frau Ada ab. 13Reguël wurde der Vater von Nahat, Serach, Schamma und Misa. Sie stammen von Esaus Frau Basemat ab. 14Von Oholibama, der Tochter Anas und Enkelin Zibons, stammen Esaus Söhne Jëusch, Jalam und Korach.

15Es folgen die Namen der Stammesfürsten, die sich von Esau herleiten. Von Elifas, dem Erstgeborenen Esaus, stammen: Teman, Omar, Zefo, Kenas, 16Korach, Gatam und Amalek. Sie alle gehen auf Esaus Frau Ada zurück. 17Von Esaus Sohn Reguël stammen: Nahat, Serach, Schamma und Misa. Sie gehen auf Esaus Frau Basemat zurück. 18Von Esaus Frau Oholibama stammen Jëusch, Jalam und Korach. 19Das sind also die Edomiter, Esaus Nachkommen und ihre Stammesfürsten.

20Es folgen die Namen der dort ansässigen Bewohner, Nachkommen des Horiters Seïr. Seine Söhne hießen Lotan, Schobal, Zibon, Ana, 21Dischon, Ezer und Dischan. Das waren die Stammesfürsten der Horiter. 22Lotans Söhne hießen Hori und Heman. Lotans Schwester war Timna. 23Die Söhne Schobals hießen Alwan, Manahat, Ebal, Schefo und Onam. 24Die Söhne Zibons waren Aja und Ana. Ana war es, der Jemim4 in der Wildnis fand, als er die Esel seines Vaters hütete. 25Anas Sohn hieß Dischon, seine Tochter Oholibama. 26Die Söhne Dischons hießen Hemdan, Eschban, Jitran und Keran. 27Die Söhne Ezers waren Bilhan, Saawan und Akan. 28Die Söhne Dischans waren Uz und Aran. 29Das sind also die Oberhäupter der Horiter: Lotan, Schobal, Zibon, Ana, 30Dischon, Ezer und Dischan nach ihren Sippen im Land Seir.

31Folgende Könige herrschten nacheinander über das Land Edom, noch bevor es einen König in Israel gab: 32Bela, der Sohn Beors, in der Stadt Dinhaba; 33Jobab, der Sohn Serachs, aus der Stadt Bozra; 34Huscham aus dem Gebiet des Stammes Teman; 35Hadad, der Sohn Bedads, in der Stadt Awit; er besiegte die Midianiter in einer Schlacht auf dem Gebiet von Moab; 36Samla aus der Stadt Masreka; 37Schaul aus Rehobot am Strom; 38Baal-Hanan, der Sohn Achbors; 39Hadar in der Stadt Pagu; seine Frau Mehetabel war eine Tochter Matreds und Enkelin Me-Sahabs.

40Folgende Fürsten der Nachkommen Esaus haben ihren Sippen und Städten den Namen gegeben: Timna, Alwa, Jetet, 41Oholibama, Ela, Pinon, 42Kenas, Teman, Mibzar, 43Magdiël und Iram. Das waren die Fürsten Edoms nach ihren Siedlungsgebieten in dem Land, das sie besaßen. So viel zu Esau, dem Stammvater der Edomiter.

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Footnotes

  1. 1Ohrringe wurden offenbar als Amulette getragen.
  2. 2El-Bet-El. Das heißt Gott von Bet-El, bzw. Gott vom Haus Gottes.
  3. 3Migdal-Eder heißt Herdenturm. Es war ein Platz mit Wachtturm, von dem aus die Herden überwacht werden konnten. Die Lage dieses Ortes ist nicht mehr festzustellen, vermutlich war es in der Nähe von Jerusalem.
  4. 2Esau hatte offenbar den Restsegen seines Vaters Isaak (1. Mose 27,39–40) ernst genommen und entschieden, nicht in Kanaan wohnen zu bleiben. Das muss lange vor Jakobs Rückkehr geschehen sein.
  5. 3Das Bergland von Seïr erstreckt sich östlich der Araba bis nach Elat (El-Paran) am Roten Meer.
  6. 4Jemim. Die Bedeutung des hebräischen Wortes, das nur einmal in der Bibel vorkommt, ist unsicher (heiße Quellen?, Vipern?).