Exodus 15,11–27
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11Wer von allen Göttern ist dir gleich, Jahwe? Wer ist so herrlich und heilig wie du, der Furcht erregt und Lobgesänge weckt, der Wunderbares tut? 12Du strecktest die Hand aus, und schon verschlang sie die Erde.
13Du lenkst mit Liebe das gerettete Volk, führst es in Kraft zu deiner heiligen Wohnung. 14Als die Völker das hörten, erzitterten sie; ein Schütteln packte die Philister. 15Da erschraken die Anführer Edoms, die Mächtigen Moabs begannen zu zittern, Kanaans Bewohner verloren den Mut. 16Furcht und Schrecken packte sie. Vor deinem mächtigen Arm wurden sie starr wie Stein, bis dein Volk hindurchzog, Jahwe, bis hindurchzog das Volk, das dir gehört. 17Du bringst sie hin, du pflanzt sie ein auf dem Berg, der dir gehört, am Ort, wo du wohnst, Jahwe, beim Heiligtum, das du errichtet hast.
18Jahwe ist König für immer und ewig!
19Denn als die Pferde und Streitwagen des Pharao mit den Reitern durchs Meer zogen, hatte Jahwe das Wasser über sie zurückfluten lassen. Die Israeliten aber waren auf dem Trockenen mitten durchs Meer gegangen.
Das Lied der Mirjam
20Dann nahm die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, ihr Tamburin zur Hand. Alle Frauen schlossen sich ihr an. Sie schlugen ihre Handpauken und zogen im Reigentanz hinter ihr her. 21Mirjam sang ihnen zu:
Singt Jahwe, denn hoch ist er und unerreicht! Pferd und Reiter warf er ins Meer.
Das Wasser von Mara und von Elim
22Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen. Sie zogen los und kamen in die Wüste Schur. Drei Tage waren sie in der Wüste unterwegs und fanden kein Wasser. 23Dann kamen sie nach Mara3. Dort gab es Wasser, aber man konnte es nicht trinken, weil es bitter war. Deshalb hatte der Ort auch den Namen Mara, Bitterwasser. 24Da stellte sich das Volk gegen Mose und murrte: „Was sollen wir nun trinken?“ 25Mose schrie zu Jahwe, und Jahwe zeigte ihm ein Stück Holz. Das warf Mose ins Wasser. Da wurde es zu Süßwasser.
Dort stellte Gott sein Volk auf die Probe und richtete es auf Recht und Ordnung aus. 26Er sagte: „Wenn du auf Jahwe, deinen Gott, hörst und tust, was ihm gefällt, wenn du seinen Geboten folgst und dich an seine Vorschriften hältst, dann werde ich dir keine von den Krankheiten schicken, die ich den Ägyptern auferlegt habe. Denn ich bin Jahwe, dein Arzt.“
27Dann kamen sie nach Elim4. Dort am Wasser schlugen sie ihr Lager auf. In Elim gab es nämlich zwölf Quellen und siebzig Palmen.
Footnotes
- 3Mara war eine Oase, ungefähr drei Tagereisen von Ägypten entfernt, vielleicht identisch mit Ain Hawarah, 75 km südöstlich von Suez.
- 4Elim lag 11 km südlich von Ain Hawarah im gut bewässerten Tal von Gharandel. Die Identifikation der Orte hängt allerdings davon ab, welcher Berg mit dem Sinai identifiziert wird.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden