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Exodus 36–40

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Gottes Heiligtum wird gebaut (36–40)

Die Wohnung

361Bezalel und Oholiab und alle begabten Männer, denen Jahwe Weisheit und Einsicht gegeben hat, sollen alle Arbeiten zum Bau des Heiligtums ausführen, wie es Jahwe befohlen hat.“

2Mose berief also Bezalel und Oholiab und jeden begabten Mann, dem Jahwe Weisheit und Einsicht gegeben hatte und den sein Herz antrieb, sich ans Werk zu machen. 3Sie nahmen von Mose alle freiwilligen Gaben der Israeliten entgegen, die für den Bau des Heiligtums gegeben worden waren. Auch weiterhin brachten die Leute Morgen für Morgen freiwillige Gaben. 4Da ließen die Kunsthandwerker, die das Heiligtum errichten sollten, ihre Arbeit liegen, 5gingen zu Mose und sagten: „Die Leute bringen zu viel. Es ist mehr da, als für die Arbeit benötigt wird, die uns Jahwe aufgetragen hat.“ 6Darauf ließ Mose im Lager ausrufen: „Ihr Männer und Frauen, ihr braucht nichts mehr für den Bau des Heiligtums herzustellen!“ So hörte das Volk auf, noch mehr zu bringen. 7Es war bereits mehr als genug Material für alle Arbeiten vorhanden.

8So machten sich alle, die etwas davon verstanden, an die Arbeit. Sie stellten die Wohnung aus zehn Zeltdecken her. Die Zeltbahnen waren aus gezwirnten Leinenfäden gewebt und künstlerisch mit Cherubim aus blauen, roten und karmesinroten Fäden bestickt. 9Jede dieser Zeltbahnen war vierzehn Meter lang und zwei Meter breit. 10Je fünf Zeltdecken vernähte man an den Längsseiten miteinander. 11An den beiden Längsseiten der so entstandenen Stücke brachte man Schlaufen aus blauem Purpur an, 12je fünfzig, die sich genau gegenüberstanden, wenn man die Stücke nebeneinanderlegte. 13Dann wurden fünfzig Haken aus Gold hergestellt, mit denen man beide Zeltdecken verbinden konnte, sodass es ein Ganzes wurde.

14Die Männer webten elf Zeltbahnen aus Ziegenhaar. 15Jede einzelne Bahn war fünfzehn Meter lang und zwei Meter breit. 16Sie verbanden einmal fünf und einmal sechs dieser Zeltbahnen miteinander. 17Am Ende der beiden großen Stücke brachten sie je fünfzig Schlaufen an. 18Dann stellten sie fünfzig Bronzehaken her und fügten sie in die Schlaufen ein, sodass es ein Ganzes wurde. 19Sie fertigten schließlich noch eine Decke aus rot gefärbten Fellen von Schafböcken an und oben darüber eine Decke aus Tachasch-Häuten.

20Die Bretter für die Wohnung machten sie aus Akazienholz. Sie standen aufrecht. 21Jedes Brett war fünf Meter lang, dreiviertel Meter breit 22und hatte unten zwei nebeneinanderstehende Zapfen. 23Zwanzig Bretter bildeten die Südseite der Wohnung. 24Unter jedem Brett waren zwei Bodenplatten aus Silber angebracht, für jeden Zapfen eine, also insgesamt vierzig. 25Auch die andere Längsseite der Wohnung, die Nordseite, bestand aus zwanzig Brettern 26mit ihren vierzig silbernen Bodenplatten, je zwei unter einem Brett. 27Für die Rückwand nach Westen machten sie sechs Bretter, 28dazu die zwei Bretter für die Ecken an der Rückseite. 29Sie verbanden die Rückwand mit den Seitenwänden. 30Es waren also acht Bretter mit sechzehn silbernen Bodenplatten, zwei unter jedem Brett. 31Dann fertigten sie Riegel aus Akazienholz an, um die Bretter der Wohnung zusammenzuhalten, 32je fünf für die beiden Längsseiten und fünf für die nach Westen gerichtete Rückseite. 33Der jeweils mittlere Riegel lief in der Mitte der Bretter von einem Ende bis zum anderen durch. 34Die Bretter selbst wurden mit Gold überzogen, ebenso die Riegel. Die Ösen für die Riegel wurden aus Gold hergestellt.

35Dann fertigten sie den Vorhang aus gezwirntem Leinen an. Er war kunstvoll mit Cherubim aus blauen, roten und karmesinroten Fäden bestickt. 36Dazu machten sie vier Säulen aus Akazienholz und überzogen sie mit Gold. Auch ihre Haken waren aus Gold. Die Sockel wurden aus Silber gegossen. 37Für den Eingang des Zeltes fertigten sie einen Vorhang aus gezwirntem Leinen, worin blaue, rote und karmesinrote Fäden eingewebt waren. 38Er wurde an fünf Säulen aus Akazienholz gehängt, deren Köpfe und Bindestäbe mit Gold überzogen waren. Die Sockel waren hier aus Bronze.

Die Bundeslade

371Die Lade stellte Bezalel aus Akazienholz her. Sie war eineinviertel Meter lang, dreiviertel Meter breit und ebenso hoch. 2Innen und außen überzog er sie mit reinem Gold und verzierte sie oben mit einer Goldleiste. 3Dann goss er vier Ringe aus Gold und machte sie so an den vier Ecken fest, dass an jeder Längsseite zwei Ringe waren. 4Er fertigte Stangen aus Akazienholz an und überzog sie mit Gold. 5Diese Stangen steckte er durch die Ringe an der Längsseite, damit man die Lade tragen konnte. 6Dann stellte er eine Deckplatte aus reinem Gold her, eineinviertel Meter lang und dreiviertel Meter breit. 7An beide Enden dieser Platte stellte er zwei Cherubim-Figuren, die aus getriebenem Gold gefertigt waren. 8Sie standen einander gegenüber und waren fest mit der Platte verbunden. 9Die Cherubim hielten ihre Flügel nach oben über die Deckplatte ausgebreitet. Ihre Gesichter waren einander zugewandt, und ihr Blick war auf die Deckplatte gerichtet.

Der Tisch

10Den Tisch machte er aus Akazienholz, einen Meter lang, einen halben Meter breit und dreiviertel Meter hoch. 11Er überzog ihn mit reinem Gold und fasste ihn mit einer goldenen Schmuckleiste ein. 12Dazu machte er einen Rahmen von zehn Zentimeter Höhe, der ebenfalls von einer goldenen Schmuckleiste eingefasst war. 13Dann fertigte er vier goldene Ringe für ihn an und befestigte sie an den Kanten der vier Füße. 14Die Ringe waren dicht an dem Rahmen befestigt und dienten als Ösen für die Stangen, damit man den Tisch tragen konnte. 15Die Tragstangen machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Gold. 16Dann fertigte er die Gefäße für den Tisch an: Schüsseln und Schalen, dazu die Kannen und Krüge, die für das Trankopfer gebraucht werden, alles aus reinem Gold.

Der Leuchter

17Den Leuchter machte er aus reinem Gold. Er war mit seinem Fußgestell, seinem Schaft, seinen Kelchen, Knäufen und Blüten aus einem Stück getrieben. 18Von seinem Schaft gingen je drei Arme nach beiden Seiten aus. 19Jeder von ihnen war mit drei Kelchen in Form von Mandelblüten verziert, jede mit einem Knauf darunter. 20Auf dem Schaft selbst befanden sich vier solcher Blütenkelche mit Knauf, 21drei davon unter den Ansatzstellen der Armpaare. 22Der ganze Leuchter mit seinen Knäufen und Armen war aus einem Stück gearbeitet und bestand aus reinem Gold. 23Auch seine sieben Lampen, seine Dochtscheren und Pfännchen waren aus reinem Gold. 24Aus einem Talent reinen Goldes fertigte er ihn und seine Geräte an.

Der Räucheraltar

25Er machte auch einen Räucheraltar aus Akazienholz. Der war viereckig, einen halben Meter lang, ebenso breit und einen Meter hoch. Seine Hörner bestanden aus einem Stück mit ihm. 26Dann überzog er ihn mit reinem Gold: seine Platte, seine Wände und seine Hörner, und brachte ringsum eine goldene Leiste an. 27Unter dieser Leiste waren an beiden Seiten je zwei goldene Ringe angebracht, durch die Tragstangen gesteckt werden konnten. 28Die Stangen wurden aus Akazienholz gemacht und mit Gold überzogen.

29Von kundigen Salbenmischern ließ er das heilige Salböl und den wohlriechenden Weihrauch herstellen.

Der Brandopferaltar

381Den Brandopferaltar fertigte er aus Akazienholz. Er war viereckig, zweieinhalb Meter lang, ebenso breit und eineinhalb Meter hoch. 2An seinen vier oberen Ecken ließ er Hörner aufragen, die aus einem Stück mit dem Altar bestanden. Dann beschlug er ihn mit Bronzeblechen. 3Auch die Töpfe, Schaufeln und Schalen, die Fleischgabeln und Feuerbecken waren aus Bronze. 4Er fertigte auch ein netzartiges Gitter aus Bronze an, das von unten her in die Einfassung des Altars geführt wurde und bis zu seiner halben Höhe reichte. 5Dann goss er vier Ringe und befestigte sie an seinen Ecken. Sie dienten als Ösen für die Tragstangen, 6die er aus Akazienholz machte und mit Bronze überzog. 7Die Stangen wurden durch die Ringe an den Seiten des Altars gesteckt, damit er so getragen werden konnte. Er war aus Brettern zusammengefügt und innen hohl.

Das Wasserbecken

8Dann stellte er aus den Spiegeln1 der Frauen, die sich vor dem Eingang zum Zelt der Gottesbegegnung zusammenscharten, ein Wasserbecken aus Bronze und dazu einen bronzenen Untersatz her.

Der Vorhof

9Als Abgrenzung des Vorhofs an der Südseite ließ er auf fünfzig Metern Länge Planen aus gezwirnter Leinwand aufhängen, 10die von zwanzig Säulen gehalten wurden. Die Säulen hatten Sockel aus Bronze. Die Haken und Verbindungsstangen waren jedoch aus Silber. 11Genauso war es bei der fünfzig Meter langen Nordseite. 12Auf der Westseite war der Vorhof 25 Meter breit. Seine Planen wurden von zehn Säulen gehalten. Auch sie hatten Sockel aus Bronze und Haken und Verbindungsstangen aus Silber. 13Auch die dem Sonnenaufgang zugekehrte Ostseite war 25 Meter breit. 14Links vom Tor waren Planen auf siebeneinhalb Meter Länge an drei Säulen aufgehängt 15und ebenso rechts davon. 16Die Planen waren aus gezwirnter Leinwand gefertigt. 17Alle Säulen des Vorhofs hatten Verbindungsstangen und Haken aus Silber und Sockel aus Bronze. Ihre Köpfe waren mit Silber überzogen. 18Das Tor des Vorhofs war eine Plane von zehn Meter Breite und zweieinhalb Meter Höhe, die aus gezwirntem Leinen bestand, worin blaue, rote und karmesinrote Fäden eingewebt waren. 19Sie war an vier Säulen aufgehängt, deren Sockel aus Bronze bestanden. Die Köpfe und Verbindungsstangen waren jedoch mit Silber überzogen, und die Haken bestanden aus Silber. 20Alle Zeltpflöcke für die Wohnung und den Vorhof waren aus Bronze.

Das verwendete Material

21Es folgt eine Liste des Materials, das für die Wohnung verwendet wurde, die Wohnung der göttlichen Urkunde4. Man hatte sie auf Anweisung Moses unter der Leitung von Itamar, dem Sohn des Priesters Aaron, aufgestellt. 22Bezalel Ben-Uri, der Enkel von Hur aus dem Stamm Juda, hatte alle Arbeiten ausgeführt, die Jahwe Mose befohlen hatte. 23Unterstützt wurde er von Oholiab Ben-Ahisamach aus dem Stamm Dan, einem Kunsthandwerker, der sich besonders auf das…

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Fußnoten

  1. 1Spiegel bestanden im Altertum aus poliertem Metall, hier aus Bronze.
  2. 4Wörtlich: des Zeugnisses. Gemeint sind die beiden Steintafeln mit den zehn Geboten.