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Amos 7,7–15

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Das Senkblei

7Dann ließ er mich Folgendes sehen: Der Herr stand auf einer senkrechten Mauer und hatte ein Lot in der Hand. 8Und Jahwe sagte zu mir: „Was siehst du, Amos?“ – „Ein Lot“, sagte ich. Da sagte der Herr: „Pass auf! Ich lege ein Lot an mein Volk Israel an, ich werde es nicht mehr verschonen. 9Dann werden die Opferhöhen Isaaks1 veröden, und die Heiligtümer Israels Trümmer sein. Und gegen das Königshaus Jerobeams erhebe ich mich mit dem Schwert.“

Amos wird aus Israel ausgewiesen

10Amazja, der Oberpriester von Bet-El, ließ König Jerobeam von Israel melden: „Amos zettelt mitten in Israel eine Verschwörung gegen dich an. Seine Worte sind unerträglich für das Land. 11Er hat nämlich gesagt: ‚Jerobeam stirbt durch das Schwert, und Israel wird aus seinem Land in die Verbannung geführt.‘ “

12Zu Amos sagte Amazja: „Geh weg von hier, Seher! Verschwinde nach Juda! Dort kannst du dein Brot verdienen und weissagen, was du willst. 13In Bet-El jedenfalls trittst du nicht länger zum Weissagen auf! Denn das hier ist ein Staatsheiligtum, das dem König gehört.“

14Amos erwiderte Amazja: „Ich bin kein Prophet und auch kein Prophetenschüler, denn ich züchte Rinder und Maulbeerfeigenbäume. 15Aber Jahwe holte mich von der Herde weg und sagte zu mir: ‚Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel!‘

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Fußnoten

  1. 1Isaak war der Vater von Israel (Jakob).