The Future of Bible Study Is Here.
Isaiah 40:1–66:24
40–66: Babylon im Hintergrund
Gott schickt Kyrus als Retter (40–48)
Die Botschaft von der Erlösung
40 1 „Tröstet, tröstet mein Volk!“, sagt euer Gott. 2 „Macht den Leuten Jerusalems Mut! * Sagt ihnen, dass die Zwangsarbeit zu Ende geht, * dass ihre Schuld abgetragen ist! * Jahwe ließ sie doppelt* bezahlen für alle ihre Sünden.“
3 Hört! In der Wüste ruft eine Stimme: * „Bahnt Jahwe einen Weg! * Baut eine Straße für unseren Gott!* 4 Jedes Tal soll aufgefüllt, * jeder Berg und Hügel erniedrigt werden! * Alles Zerklüftete soll zur Ebene werden * und alles Hügelige flach! 5 Denn offenbaren wird sich die Herrlichkeit Jahwes, * und alle Menschen werden es sehen. * Jahwe selbst hat das gesagt.“
6 Eine Stimme sagte: „Predige!“ * „Was soll ich predigen?“, fragte ich. – „Alle Menschen sind wie Gras, * und all ihre Schönheit ist wie die Blume auf dem Feld. * 7 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, * denn der Hauch Jahwes wehte sie an. * Ja, wie Gras ist das Volk. 8 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, * aber das Wort unseres Gottes bleibt für immer in Kraft.“
9 Steig auf einen hohen Berg, du Freudenbotin Zion! * Ruf mit lauter Stimme die frohe Botschaft aus, Jerusalem! * Rufe laut und scheue dich nicht! * Sage den Städten Judas: * „Seht, da ist euer Gott! 10 Seht, Jahwe, der Herr, kommt mit Kraft! * Er herrscht mit starker Hand. * Den Lohn für seine Mühe bringt er mit. * Sein Volk, das er gewonnen hat, geht vor ihm her. 11 Er weidet seine Herde wie ein Hirt, * nimmt die Lämmer auf seinen Arm. * Er trägt sie im Bausch seines Gewands, * und die Mutterschafe leitet er sacht.“
12 Wer kann das Wasser messen mit seiner hohlen Hand? * Wer greift den Himmel mit der Handspanne ab? * Wer fasst mit einem Krug* den Staub, der die Erde bedeckt? * Wer wiegt die Berge mit der Waage ab * und legt die Hügel auf die Waagschalen auf? 13 Wer ermisst den Geist Jahwes? * Wer wird von ihm in seine Pläne eingeweiht?* 14 Wen fragte er um Rat, dass er ihm auf die Sprünge hilft, * ihn belehrt über den richtigen Weg, * ihm Erkenntnis schenkt und ihn zur vollen Einsicht führt? 15 Seht, Völker sind wie Tropfen am Eimer für ihn, * wie Stäubchen auf der Waage. * Inseln hebt er wie Sandkörner hoch. 16 Zum Brennholz reicht der Libanon nicht aus * und sein Wild nicht zum Brandopfer für Gott. 17 Vor ihm sind alle Völker wie ein Nichts, * ihre Macht hat vor ihm kein Gewicht.
18 Mit wem wollt ihr Gott denn vergleichen? * Hält irgendetwas den Vergleich mit ihm aus? 19 Das Götzenbild etwa, das der Kunsthandwerker gießt, * das der Goldschmied mit Gold überzieht und mit silbernen Kettchen behängt? 20 Da wählt jemand ein Stück Holz, das nicht fault, * und sucht einen geschickten Künstler. * Der stellt ihm das Götterbild auf, dann wackelt es nicht.
21 Begreift ihr denn nicht? * Wollt ihr es nicht hören? * Hat man es euch nicht von Anfang an erzählt? * Versteht ihr nicht, was euch die Gründung der Erde lehrt? 22 Er ist es, der hoch über dem Erdball thront, * dass die Menschen ihm wie Heuschrecken sind. * Er spannt den Himmel wie einen Schleier aus, * wie ein Zeltdach zum Wohnen. 23 Er stürzt die Mächtigen ins Nichts * und nimmt den Richtern der Erde ihre Gewalt. 24 Kaum sind sie gepflanzt, kaum gesetzt, * kaum hat der Setzling Wurzeln geschlagen, * da haucht er sie an und sie verdorren. * Der Sturm trägt sie wie Strohstoppeln fort. 25 „Mit wem wollt ihr mich also vergleichen, * wer ist mir gleich?“, fragt der heilige Gott. 26 Schaut auf in die Höhe und seht: * Wer hat die Sterne dort oben geschaffen? * Er lässt hervortreten ihr Heer, * abgezählt und mit Namen gerufen. * Durch die Macht des Allmächtigen fehlt keiner davon. 27 Ihr Nachkommen Jakobs, Israeliten, * warum sagt und behauptet ihr: * „Jahwe weiß nicht, wie es mir geht. * Mein Gott kümmert sich nicht um mein Recht!“? 28 Weißt du es denn nicht, * oder hast du es noch nie gehört? * Jahwe ist ein ewiger Gott, * der die ganze weite Erde schuf. * Er wird nicht müde, seine Kraft lässt nicht nach * und seine Weisheit ist unerschöpflich tief. 29 Den Erschöpften gibt er Kraft, * und die Schwachen macht er stark. 30 Die Jungen werden müde und matt, * junge Männer stolpern und stürzen. 31 Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. * Wie Adler breiten sie die Flügel aus. * Sie laufen und werden nicht müde, * sie gehen und werden nicht matt.
41 1 Hört mich schweigend an, ihr Meeresländer1! * Ihr Völker, sammelt Kraft! * Dann kommt herzu und sprecht. * Wir gehen miteinander vor Gericht. 2 Wer hat den Mann aus dem Osten* berufen, * wer schenkte ihm überall Sieg? * Wer liefert ihm die Völker aus und stürzt die Könige vor ihm? * Wer macht sie vor seinem Schwert wie Staub, * vor seinem Bogen wie verwehtes Stroh? 3 Er verfolgt sie, rückt unversehrt vor, * berührt kaum mit den Füßen den Weg. 4 Wer hat das bewirkt und getan? * Der, der von Anfang an Generationen ‹von Menschen› ins Leben ruft. * Ich, Jahwe, bin es bei den Ersten, * und auch bei den Letzten bin ich es noch!
5 Die Meeresländer sahen es und fürchteten sich, * die Enden der Erde der Erde bekamen Angst. * Sie machten sich auf und kamen herbei. 6 Sie halfen einander und machten sich Mut. 7 Der Kunsthandwerker glättet das Gold mit dem Hammer, * ermutigt den Goldschmied, der auf dem Amboss hantiert, * und sagt von der Lötung: „Sie ist gut!“ * Dann macht er das Götzenbild mit Nägeln fest, dass es nicht wackelt.
8 Doch du, mein Diener Israel, * du, Jakob, den ich erwählte, * Nachkomme meines Freundes Abraham, 9 dich habe ich vom Ende der Erde genommen, * dich aus ihrem fernsten Winkel geholt und zu dir gesagt: * Du stehst in meinem Dienst! * Ich habe dich erwählt und dich auch jetzt nicht verstoßen. 10 Schau nicht ängstlich nach Hilfe aus, * denn ich, dein Gott, ich stehe dir bei! * Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! * Ich mache dich stark und ich helfe dir! * Ich halte dich mit meiner rechten und gerechten Hand. 11 In Schimpf und Schande stehen alle da, * die gegen dich gewütet haben. * Sie gehen zugrunde, werden wie Nichts, * die Männer, die dein Lebensrecht bestreiten. 12 Du wirst sie suchen, findest sie aber nicht mehr, * die Männer, von denen Zank ausging. * Die Männer, die mit dir kämpften, * verschwinden als Nichtse im Nichts. 13 Denn ich bin Jahwe, dein Gott. * Ich fasse dich bei der Hand und sage zu dir: * Fürchte dich nicht! Ich, ich helfe dir! 14 Erschrick nicht, kleines Würmchen Jakob, * du kleines Häuflein Israel! * Ich, ich helfe dir, spricht Jahwe. * Dein Erlöser ist der heilige Gott Israels. 15 Ich habe dich zu einem scharfen, neuen Dreschschlitten* gemacht, * dich mit Doppelschneiden bestückt. * Berge sollst du dreschen und zermalmen, * Hügel machst du zu Spreu. 16 Du wirst sie worfeln, und der Wind trägt sie davon, * der Sturm weht sie fort. * Doch du wirst jubeln über Jahwe, * wirst dich rühmen in Israels heiligem Gott.
17 Die Gebeugten und Bedürftigen suchen Wasser, aber keins ist da. * Ihre Zunge vertrocknet vor Durst. * Doch ich, Jahwe, erhöre sie. * Ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. 18 Aus kahlen Hängen lasse ich Ströme fließen, * in öden Tälern Quellen entspringen. * Ich mache Wüstenland zum Wasserteich, * lass Wasser quellen aus trockenem Grund. 19 Ich werde Zedern in die Wüste setzen, * Akazie, Myrte und Olivenbaum. * Mitten in die Steppe pflanze ich Platanen, Zypressen und Wacholder, 20 damit sie sehen und erkennen, * verstehen und begreifen, * dass Jahwe hier eingegriffen hat, * dass der heilige Gott Israels das alles erschuf.
21 „Stellt euch auf zum Prozess!“, spricht Jahwe. * „Bringt eure Beweise vor!“, sagt der König Jakobs. 22 „Schafft sie her und sagt uns, was geschehen wird! * Erklärt uns, was in der Vergangenheit geschah, damit wir es zu Herzen nehmen, * und lasst uns erkennen, wohin das führt! * Oder sagt uns, was die Zukunft bringen wird! 23 Sagt uns doch, was später kommt, * damit wir merken, dass ihr Götter seid! * Ja, zeigt uns Gutes oder auch das Böse, * dann starren wir uns an und fürchten uns vereint! 24 Seht, ihr seid ja nichts und könnt auch nichts. * Einen Gräuel erwählt, wer immer euch wählt!
25 Ich habe ihn im Norden erweckt,4 und er kam, * der Mann aus dem Osten, der meinen Namen nennt!5 * Statthalter zertritt er wie Lehm, * so wie ein Töpfer den Ton zerstampft. 26 Wer verkündete das im Voraus, sodass wir sagen könnten: ‚Er hat Recht gehabt!‘? * Keiner war es, der es meldete, * keiner, der es hören ließ. * Kein Wörtchen hat man von euch gehört. 27 Als Erster habe ich zu Zion gesagt: * ‚Seht, da ist es, da sind sie!‘ * Ich habe Jerusalem den Freudenboten geschickt. 28 Und sehe ich mich um – niemand ist da. * Keiner von diesen Göttern konnte mir raten, * keinen kann ich fragen, dass er mir Antwort gibt. 29 Sie alle sind ja nur Betrug. * Ihre Machwerke: Nichtse im Wind, * gegossene Götzen, hohl und leer.“
42 1 Seht, das ist mein Diener, ich stehe zu ihm! * Ich habe ihn erwählt und finde Gefallen an ihm. * Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt. * Er bringt den Völkern das Recht. 2 Er macht kein Aufheben und schreit nicht herum. * Auf der Straße hört man seine Stimme nicht. 3 Das geknickte Rohr bricht er nicht durch, * den glimmenden Docht löscht er nicht aus. * Ja, er bringt wirklich das Recht. 4 Er selbst verglimmt nicht und knickt auch nicht ein, * bis er das Recht auf der Erde durchgesetzt hat. * Die Meeresländer warten schon auf sein Gesetz.*
5 So spricht Jahwe, Gott, * der den Himmel geschaffen und ausgespannt * und die Erde und all ihr Gewächs ausgebreitet hat; * der dem Volk auf ihr den Atem gab, * ihren Bewohnern Leben und Geist: 6 „Ich, Jahwe, ich habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, * ich fasse dich an der Hand. * Ich stehe dir zur Seite und rüste dich aus. * Ich mache dich zum Bund2 für das Volk * und für alle Völker zum Licht, 7 um blinde Augen zu öffnen und Gefangene aus dem Gefängnis zu holen, * um die, die im Dunkeln sitzen, aus der Haft zu befreien. 8 Ich bin Jahwe, das ist mein Name! * Diese Ehre überlasse ich…
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| 1 | Meeresländer meint Küstenländer und Inseln. |
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| 4 | im Norden erweckt. In seiner frühen Regierungszeit eroberte Kyrus einige Reiche nördlich von Babylon. |
| 5 | Osten … nennt. Babylon liegt östlich von Israel. In seinem Dekret zur Rückkehr der Israeliten nennt Kyrus auch den Namen des Herrn. |
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| 2 | zum Bund. Der Messias wird Gottes Bundesverheißungen an Israel erfüllen. |
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