2. Könige 23,29–24,7
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29Während seiner Regierungszeit zog Pharao Necho, der König von Ägypten, mit seinem Heer zum König von Assyrien an den Euphrat. Doch Joschija stellte sich ihm bei Megiddo entgegen13 und wurde gleich zu Beginn des Kampfes getötet. 30Seine Diener brachten den toten König auf einem Wagen nach Jerusalem und bestatteten ihn in der vorbereiteten Gruft. Das Volk salbte seinen Sohn Joahas zum König und setzte ihn als Nachfolger ein.
Die bösen Söhne Joschijas (23–24)
Joahas und Jojakim
31Joahas war bei Herrschaftsantritt 23 Jahre alt und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal und war die Tochter von Jirmeja aus Libna. 32Er tat, was Jahwe verabscheute, genau wie seine Vorfahren. 33Pharao Necho setzte ihn jedoch ab und nahm ihn in Ribla15 in der Provinz Hamat gefangen. Das Land musste einen Tribut von 100 Talenten Silber und einem Talent Gold an ihn zahlen. 34Dann setzte Pharao Necho Eljakim, einen anderen Sohn Joschijas, zum König ein und änderte seinen Namen in Jojakim. Joahas nahm er nach Ägypten mit, wo dieser bis zu seinem Tod blieb. 35Jojakim lieferte dem Pharao das Silber und Gold ab. Um die verlangte Summe aufbringen zu können, musste er das Land besteuern. Von jedem Einwohner forderte er einen Betrag entsprechend seinem Vermögen.
36Jojakim war bei Herrschaftsantritt 25 Jahre alt und regierte elf Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Sebuda und war die Tochter von Pedaja aus Ruma17. 37Auch er tat, was Jahwe verabscheute, genau wie seine Vorgänger.
241Während seiner Regierungszeit zog König Nebukadnezzar von Babylon mit einem Heer heran. Jojakim unterwarf sich ihm. Drei Jahre später jedoch lehnte er sich gegen ihn auf. 2Da ließ Jahwe Räuberbanden der Chaldäer4 und solche aus Syrien, Moab und Ammon in Juda einfallen, um es zu Grunde zu richten. So hatte es Jahwe durch seine Propheten, die ihm dienten, angekündigt. 3Ja, das alles geschah ausdrücklich auf den Befehl Jahwes hin, denn er wollte sich die Judäer aus den Augen schaffen. Jahwe wollte Manasses Sünden und sein ganzes Tun, 4die vielen unschuldig umgebrachten Menschen, die Ströme von Blut, die in Jerusalem geflossen waren, nicht mehr vergeben.
5Was sonst noch über Jojakims Herrschaft zu sagen ist, findet man in der Chronik der Könige von Juda. 6Als er starb, wurde sein Sohn Jojachin König. 7Zu dieser Zeit wagte es der König von Ägypten nicht mehr, die Grenzen seines Landes zu überschreiten, denn der König von Babylon hatte ihm alle Gebiete vom Bach Ägyptens bis an den Euphrat abgenommen.
Footnotes
- 13bei Megiddo entgegen. Wahrscheinlich sperrte Joschija den Pass von Megiddo für die ägyptische Armee.
- 15In Ribla am Orontes, etwa 105 km nördlich von Damaskus, hatte Necho sein Hauptquartier aufgeschlagen.
- 17Ruma lag 10 km nördlich des späteren Nazaret.
- 4Die Chaldäer waren aramäisch (syrisch) sprechende Semiten aus dem südlichen Zweistromland.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden