1. Chronik 17–19
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Die Bundeszusage (17)
Gottes Verheißung für David
171Als nun David in seinem Palast wohnte, sagte er eines Tages zum Propheten Natan: „Sieh doch, ich wohne hier in einem Palast aus Zedernholz, und die Bundeslade Jahwes steht nur in einem Zelt.“ 2Natan sagte: „Tu, was du auf dem Herzen hast, denn Gott ist mit dir!“ 3Doch in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Natan: 4„Geh zu meinem Diener David und richte ihm aus: ‚So spricht Jahwe: Nicht du wirst mir das Haus zur Wohnung bauen. 5Seit ich Israel aus Ägypten herausführte, habe ich noch nie in einem Haus gewohnt, sondern bin bis heute in einer Zeltwohnung umhergezogen. 6Habe ich während dieser ganzen Zeit jemals zu einem der Führer Israels gesagt, denen ich aufgetragen hatte, mein Volk Israel zu weiden: Warum baut ihr mir kein Haus aus Zedernholz?‘ 7Darum sollst du meinem Diener David ausrichten: ‚So spricht Jahwe, der Allmächtige: Ich selbst habe dich von der Schafherde weggeholt und dich zum Herrscher über mein Volk Israel gemacht. 8Und wohin du auch gegangen bist, bin ich bei dir gewesen und habe alle deine Feinde vor dir beseitigt. Ich habe deinen Namen berühmt gemacht. Du wirst zu den Großen der Erde gezählt. 9Ich habe meinem Volk Israel eine Heimat gegeben, ein Land, in dem es sicher leben kann und nicht mehr zittern muss. Böse Menschen werden es nicht mehr unterdrücken wie früher 10und auch noch zu der Zeit, als ich Richter über mein Volk Israel einsetzte. Ich habe dir Ruhe vor all deinen Feinden verschafft. Und nun kündigt Jahwe dir an, dass er dir ein Haus bauen wird. 11Wenn deine Zeit abgelaufen ist und du gestorben bist, werde ich dir einen deiner eigenen Nachkommen auf dem Thron folgen lassen und seine Herrschaft festigen. 12Der wird dann ein Haus für meinen Namen bauen. Und seinem Königtum werde ich ewigen Bestand geben. 13Ich werde sein Vater sein und er soll mir Sohn sein. Meine Gnade entziehe ich ihm nicht, wie ich sie deinem Vorgänger entzog. 14Ich werde ihn für immer bestehen lassen in meinem Haus und meinem Königtum, und sein Thron soll allezeit fest stehen.‘ “ 15Natan gab David alles genauso weiter, wie es ihm gesagt und offenbart worden war.
Davids Dankgebet
16Da ging David in das Zelt, setzte sich vor Jahwe nieder und sagte: „Wer bin ich schon, Jahwe, mein Gott, und was bedeutet meine Familie, dass du mich bis hierher gebracht hast? 17Und das war dir noch zu wenig, mein Gott! Du hast sogar Zusagen gemacht, die noch meinen fernen Nachkommen gelten. Und mich siehst du als einen ganz besonderen Menschen an, Herr, mein Gott. 18Was soll David da noch weiter reden von der Ehre, die du deinem Diener erweist? Du kennst ja deinen Diener. 19Weil du mich liebst, Jahwe, und weil es dein Wille war, hast du all das Große getan, um es deinen Diener erkennen zu lassen. 20Niemand ist dir gleich, Jahwe. Und nach allem, was wir gehört haben, gibt es keinen Gott außer dir. 21Und welches Volk gleicht deinem Volk Israel? Es ist die einzige Nation auf der Erde, die Gott aus der Sklaverei befreit und zu seinem Volk gemacht hat. So hast du dir mit großen und furchterregenden Dingen einen Namen gemacht. Aus Ägypten hast du es befreit und hast andere Völker vor ihm vertrieben. 22Für alle Zeiten hast du dir Israel zu deinem Volk gemacht, und du selbst, Jahwe, bist sein Gott geworden. 23Und nun, Jahwe, lass die Zusage, die du deinem Diener und seinem Königshaus gemacht hast, für immer gültig sein, und tu, was du versprochen hast! 24Dann wird dein Name als zuverlässig gelten und groß für alle Zeiten sein, und man wird sagen: ‚Jahwe, der Allmächtige, Israels Gott, ist Gott über Israel!‘ Und auch das Königshaus deines Dieners David wird vor dir gesichert sein. 25Denn du, Jahwe, mein Gott, du hast deinem Diener enthüllt: ‚Ich werde dein Königsgeschlecht bestehen lassen!‘ Darum hat dein Diener es gewagt, so zu dir zu beten. 26Und nun, Jahwe, du allein bist wirklich Gott, und du hast deinem Diener all das Gute versprochen. 27Und nun hat es dir gefallen, das Königshaus deines Dieners zu segnen, dass es für immer vor dir bestehe! Denn du, Jahwe, du hast es gesegnet, es wird für immer gesegnet sein!“
Vernichtung der äußeren Feinde (18–20)
Davids Kriege und Siege
181Einige Zeit später besiegte David die Philister. Er unterwarf sie und nahm ihnen die Stadt Gat und ihre umliegenden Ortschaften aus der Hand. 2Er unterwarf auch die Moabiter1 und machte sie tributpflichtig. 3Ebenso besiegte David König Hadad-Eser von Zoba2 bei Hamat, als David auszog, um seine Macht am oberen Euphrat aufzurichten. 4Dabei nahm David 1000 Wagen3, 7000 Reiter und 20.000 Fußsoldaten von ihm gefangen. Alle Streitwagen ließ er unbrauchbar machen, nur 100 behielt er für sich.
5Als die Syrer von Damaskus König Hadad-Eser von Zoba zu Hilfe kamen, besiegte David auch sie und tötete 22.000 Mann.4 6David legte Besatzungen in das damaszenische Syrien. So wurden die Syrer David untertan und mussten ihm regelmäßig Tribut zahlen. Jahwe half David überall, wohin er zog.
7David erbeutete die goldenen Schilde, die Hadad-Esers Offiziere getragen hatten, und brachte sie nach Jerusalem. 8Aus den Städten Tibhat und Kun, die zu Hadad-Esers Gebiet gehörten, nahm er eine große Menge Bronze mit. Daraus ließ Salomo später das „bronzene Meer“, die Säulen und die Gegenstände aus Bronze5 gießen. 9Als König Toï von Hamat hörte, dass David die ganze Streitmacht des Königs Hadad-Eser von Zoba vernichtet hatte, 10schickte er seinen Sohn Hadoram6 mit allerlei Geräten aus Gold, Silber und Bronze zu ihm. Er sollte König David Grüße ausrichten und ihn zu seinem Sieg über Hadad-Eser beglückwünschen. Hadad-Eser hatte nämlich ständig gegen Toï Krieg geführt. 11Auch diese Gaben weihte König David Jahwe, ebenso wie das Silber und Gold, das er von den Völkern bekam, die er unterworfen hatte: von den Edomitern, den Moabitern und Ammonitern7, von den Philistern und den Amalekitern.
12Abischai Ben-Zeruja besiegte die Edomiter im Salztal. 18.000 Mann8 erschlug er dort. 13Im ganzen Land Edom setzte David dann Statthalter ein und machte die Edomiter zu seinen Untertanen. So half Jahwe David überall, wohin er zog. 14David regierte als König über ganz Israel und sorgte für Recht und Gerechtigkeit in seinem Volk.
Davids Beamte
15Joab Ben-Zeruja war Oberbefehlshaber über das Heer. Joschafat Ben-Ahilud war Kanzler. 16Zadok Ben-Ahitub und Ahimelech Ben-Abjatar waren Priester, Schawscha war Staatsschreiber. 17Benaja Ben-Jojada befehligte die Leibgarde9. Die Söhne Davids nahmen führende Stellungen im königlichen Dienst ein.
Krieg gegen die Ammoniter
191Einige Zeit später starb König Nahasch von Ammon, und sein Sohn trat die Nachfolge an. 2David dachte: „Ich will Hanun Ben-Nahasch Freundlichkeit erweisen, wie sein Vater auch mir gegenüber Freundlichkeit gezeigt hat.“ So schickte er eine Gesandtschaft, um ihm sein Beileid auszusprechen. Als die Gesandten Davids im Ammoniterland ankamen, 3sagten die Oberen der Ammoniter zu Hanun: „Denkst du wirklich, dass David deinen Vater ehren will, wenn er dir sein Beileid ausspricht? Er hat die Gesandten doch nur geschickt, um das Land zu erkunden. Er will es auskundschaften, um es später zerstören zu können.“ 4Da ließ Hanun die Gesandten Davids ergreifen, ließ sie scheren und ihnen die Gewänder unten bis zum Gesäß abschneiden und schickte sie weg. 5Als man David berichtete, wie schwer seine Männer beschämt worden waren, schickte er ihnen Boten entgegen und ließ ihnen sagen: „Bleibt in Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen ist, und kommt dann zurück.“
6Als König Hanun und die Ammoniter merkten, dass sie sich bei David verhasst gemacht hatten, schickten sie Unterhändler mit 1000 Talenten1 Silber nach Mesopotamien, nach Maacha in Syrien und nach Zoba, um Streitwagen und Wagenkämpfer anzuwerben. 7So stellten sie 32.000 Wagenkämpfer2 in Dienst und gewannen den König von Maacha mit seinem Volk dazu. Sie alle kamen zu den Ammonitern und schlugen ihr Lager bei Medeba auf. 8Als David davon hörte, ließ er Joab mit dem ganzen Heer erfahrener Soldaten ausrücken. 9Die Ammoniter bezogen Stellung vor dem Tor ihrer Stadt. Aber die Könige, die gekommen waren, stellten sich in einiger Entfernung auf offenem Feld zur Schlacht auf. 10Als Joab sah, dass er eine Front vor sich und eine im Rücken hatte, wählte er seine besten Leute aus und stellte sich mit ihnen den Syrern entgegen. 11Die übrigen sollten sich unter dem Kommando seines Bruders Abischai den Ammonitern entgegenstellen. 12Joab sagte: „Wenn die Syrer stärker sind als ich, kommst du mir zu Hilfe. Und wenn dir die Ammoniter zu stark werden, helfe ich dir. 13Hab Mut und lass uns stark sein für unser Volk und die Städte unseres Gottes! Dann soll Jahwe tun, was ihm gefällt.“ 14Joab rückte mit seiner Truppe zur Schlacht gegen die Syrer vor. Da flohen sie vor ihm. 15Als die Ammoniter sahen, dass die Syrer flohen, ergriffen auch sie vor Abischai die Flucht und zogen sich in die Stadt zurück. Da kehrte Joab wieder nach Jerusalem heim.
16Als die Syrer erkannten, dass sie von Israel besiegt worden waren, ließen sie auch die syrischen Truppen von jenseits des Euphrat zu Hilfe kommen. Unter dem Befehl Schobachs, des Heerführers von Hadad-Eser, rückten sie an. 17Als David das gemeldet wurde, rief er alle wehrfähigen Männer Israels zusammen, überquerte mit ihnen den Jordan und stellte sich den Syrern zur Schlacht. Als es zum Kampf kam, 18wurden die Syrer von Israel in die Flucht geschlagen. Davids Männer erschlugen 7000 syrische Wagenkämpfer, dazu 40.000 Reiter und Fußvolk. Auch Schobach, ihren Heerführer, töteten sie. 19Als nun die Vasallen Hadad-Esers sahen, dass sie von Israel geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit David und unterwarfen sich. Die Syrer wagten es nicht, den Ammonitern noch einmal zu helfen.
Fußnoten
- 1Die Moabiter lebten östlich vom Toten Meer zwischen den Flüssen Arnon und Zered.
- 2Zoba war ein kleines Königreich nördlich von Damaskus.
- 3n_N 1000 Wagenkämpfer, 700 Reiter, 2000 Fußsoldaten. Siehe auch bei 2. Samuel 8,4.
- 4n_N 2200 Mann.
- 5Gegenstände aus Bronze. Alles war für den späteren Tempel bestimmt.
- 6Siehe Anmerkung zu 2. Samuel 8,10.
- 7Die Ammoniter waren nordöstliche Nachbarn der Moabiter.
- 8n_N. 900 Mann. Offenbar unter dem Oberbefehl Joabs Psalm 60,2
- 9Leibgarde. Wörtlich: Die Kreter und Pleter. Vielleicht sind damit Männer von zwei aus Kreta stammenden Philisterstämmen gemeint, die David als Leibwächter in der königlichen Leibgarde dienten.
- 1Das wären 33 t Silber (oder 1,1 t, siehe bei 2Mo 38,26).
- 2n_N 3200 Wagenkämpfer.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden