Logos Bible Study

Psalm 58–60

Elberfelder 1905Other versions

58

1Dem Vorsänger. „Verdirb nicht!“ Von David, ein Gedicht. Redet ihr wirklich Gerechtigkeit durch Verstummen? Richtet ihr in Geradheit, ihr Menschenkinder?

2Ja, im Herzen übet ihr Ungerechtigkeiten; eurer Hände Gewalttat wäget ihr dar im Lande.

3Abgewichen sind die Gesetzlosen von Mutterschoße an, es irren von Mutterleibe an die Lügenredner.

4Gift haben sie gleich Schlangengift, wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt,

5die nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der der Zaubersprüche kundig ist.

6Zerschmettere, o Gott, ihre Zähne in ihrem Maule, brich aus das Gebiß der jungen Löwen, Jehova!

7Laß sie zergehen wie Wasser, die zerfließen! Legt er seine Pfeile an, so seien sie wie abgestumpft!

8Laß sie sein gleich der Schnecke, die zerschmelzend dahingeht, gleich der Fehlgeburt eines Weibes, welche die Sonne nie erblickt hat!

9Bevor eure Töpfe den Dorn merken, möge er ihn, frisch oder brennend, hinwegstürmen!

10Freuen wird sich der Gerechte, wenn er die Rache anschaut; er wird seine Füße baden im Blute des Gesetzlosen.

11Und der Mensch wird sagen: Fürwahr, es gibt Lohn für den Gerechten; fürwahr, es gibt einen Gott, der auf Erden richtet.

59

1Dem Vorsänger, „Verdirb nicht!“ Von David, ein Gedicht, als Saul sandte, und sie sein Haus bewachten, um ihn zu töten. Befreie mich von meinen Feinden, o mein Gott! Setze mich in Sicherheit vor denen, die sich wider mich erheben!

2Befreie mich von denen, die Frevel tun, und rette mich von den Blutmenschen!

3Denn siehe, sie lauern auf meine Seele; Starke rotten sich wider mich ohne meine Übertretung und ohne meine Sünde, Jehova!

4Ohne eine Schuld meinerseits laufen und bereiten sie sich; wache auf, mir entgegen, und sieh!

5Ja, du, Jehova, Gott der Heerscharen, Gott Israels, erwache, um heimzusuchen alle Nationen! Sei keinem gnädig von den treulos Frevelnden! (Sela.)

6Am Abend kehren sie zurück, heulen wie Hunde, und rings umgehen sie die Stadt.

7Siehe, aus ihrem Munde sprudeln sie Böses hervor, Schwerter sind auf ihren Lippen, denn „wer hört?“

8Du aber, Jehova, wirst ihrer lachen, wirst spotten aller Nationen.

9Meine Stärke, auf dich will ich achten; denn Gott ist meine hohe Feste.

10Mein Gott wird mir mit seiner Güte zuvorkommen; Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden.

11Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergesse; laß sie umherirren durch deine Macht, und stürze sie nieder, Herr, unser Schild!

12Sünde ihres Mundes ist das Wort ihrer Lippen; so laß sie gefangen werden in ihrem Hochmut und wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen!

13Mache ein Ende im Grimm, mache ein Ende, daß sie nicht mehr seien, und erkennen, daß Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde! (Sela.)

14Und am Abend kehren sie zurück, heulen wie Hunde, und rings umgehen sie die Stadt.

15Sie schweifen umher nach Speise; sie übernachten, wenn sie auch nicht satt sind.

16Ich aber will singen von deiner Stärke, und des Morgens jubelnd preisen deine Güte; denn du bist mir eine hohe Feste gewesen und ein Zuflucht am Tage meiner Bedrängnis.

17Dir, meine Stärke, will ich Psalmen singen; denn Gott ist meine hohe Feste, der Gott meiner Güte.

60

1Dem Vorsänger; nach Schuschan-Eduth. Ein Gedicht von David, zum Lehren, als er stritt mit den Syrern von Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba, und Joab zurückkehrte und die Edomiter im Salztale schlug, zwölftausend Mann. Gott, du hast uns verworfen, hast uns zerstreut, bist zornig gewesen; führe uns wieder zurück!

2Du hast das Land erschüttert, hast es zerrissen; heile seine Risse, denn es wankt!

3Du hast dein Volk Hartes sehen lassen, mit Taumelwein hast du uns getränkt.

4Denen, die dich fürchten, hast du ein Panier gegeben, daß es sich erhebe um der Wahrheit willen. (Sela.)

5Damit befreit werden deine Geliebten, rette durch deine Rechte und erhöre uns!

6Gott hat geredet in seiner Heiligkeit: Frohlocken will ich, will Sichem verteilen und das Tal Sukkoth ausmessen.

7Mein ist Gilead, und mein Manasse, und Ephraim ist die Wehr meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab.

8Moab ist mein Waschbecken, auf Edom will ich meine Sandale werfen; Philistäa, jauchze mir zu!

9Wer wird mich führen in die feste Stadt, wer wird mich leiten bis nach Edom?

10Nicht du, Gott, der du uns verworfen hast, und nicht auszogest, o Gott, mit unseren Heeren?

11Schaffe uns Hilfe aus der Bedrängnis! Menschenrettung ist ja eitel.

12Mit Gott werden wir mächtige Taten tun; und er, er wird unsere Bedränger zertreten.

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